Plastische Keramik – belastbares und ästhetisches Füllungsmaterial

Composite-Füllungen sind für kleine und mittelgroße Zahnschäden das Mittel der Wahl und haben im Vergleich zu Amalgam viele Vorteile.

Composite (alternative Schreibweise: Komposite) sind zusammengesetzte (daher der Name), zahnfarbene, plastische Füllungsmaterialien. Sie bestehen allerdings nur zu einem geringen Teil aus Kunststoff, daher ist der oftmals verwandte Name „Kunststofffüllungen“ nicht ganz präzise. Der größere Anteil an diesen Kompositen ist Quarz und Glaspartikel. „Plastische Keramik“ ist aus diesem Grund die genauere Bezeichnung.

Anders als Amalgam werden die Komposite mit dem Zahn verklebt. Das Zahnersatzmaterial, welches in flüssiger Form aufgetragen wird, geht mit dem natürlichen Zahnschmelz einen Verbund ein. Zwischen Komposit und natürlichem Zahn wirkt zudem ein Haftvermittler (Adhäsive). Der Haftvermittler fließt in die Strukturen des Zahnschmelzes ein und geht mit dem eigentlichen Füllungsmaterial eine chemische Verbindung ein. Damit der Haftvermittler wirken kann, muss die Zahnoberfläche zuvor minimal mittels einer speziellen Säure aufgerauht werden.

Eine solche Komposit-Füllung genügt höchsten ästhetischen Ansprüchen. Denn der „geklebte“ Zahn ist von natürlichen Zähnen nicht zu unterscheiden, da das Komposit in der entsprechenden Zahnfarbe des Patienten aufgetragen wird. Auch hinsichtlich Funktionalität und Langlebigkeit stehen Kunststofffüllungen natürlichen Zähnen in keiner Weise nach. „Amalgam ist eine Legierung des Quecksilbers mit anderen Metallen. Diese chemische Zusammensetzung kann unter Umständen nachteilig sein, weil mögliche Wechselwirkungen mit anderen Metallen im Mund beispielsweise einer Goldkrone nicht ausgeschlossen sind“, nennt Wolfgang Weidinger, Zahnarzt aus Berlin-Charlottenburg als Gründe für die Nachteiligkeit des „herkömmlichen“ Füllungsmaterials Amalgam. Die sogenannte Biokompatibilität, also die Verträglichkeit der eingesetzten Materialien bzw. Werkstoffe im menschlichen Körper, ist also bei Kunststofffüllungen wesentlich höher als bei Amalgam.